Was Google zu Links sagt
Googles Spam-Richtlinien nennen ausdrücklich, was als Link-Spam gilt: gekaufte oder verkaufte Links, die Rankings beeinflussen sollen, übermäßiger Linktausch, automatisch erzeugte Links, Links in gekauften Gastbeiträgen mit optimiertem Linktext, Links aus Verzeichnissen ohne redaktionelle Prüfung, versteckte Links, Links in Fußzeilen von Vorlagen, die auf allen Kundenseiten stehen.
Bezahlte Links sind erlaubt, wenn sie als solche gekennzeichnet sind (rel="sponsored"), dann zählen sie aber nicht als Empfehlung. Was zählt, ist ein Link, den jemand setzt, weil er Ihre Seite empfehlen will.
Was wirklich wirkt
Verzeichnisse mit Prüfung. Gelbe Seiten, Das Örtliche, Branchenverzeichnisse Ihrer Kammer oder Ihres Verbands, regionale Wirtschaftsportale. Wichtig ist, dass Name, Anschrift und Telefonnummer überall identisch sind, weil Google diese Übereinstimmung für lokale Betriebe auswertet.
Partner, Lieferanten, Kunden. Wer mit Ihnen arbeitet, kann Sie nennen: der Hersteller, dessen Fachbetrieb Sie sind, der Verband, in dem Sie Mitglied sind, der Kunde, dessen Projekt Sie umgesetzt haben, mit seiner Zustimmung. Das sind die Links, die Google meint.
Presse und regionale Medien. Lokalzeitung, Stadtportal, Branchenmagazin. Nicht mit einer Pressemitteilung über sich selbst, sondern mit etwas, das die Redaktion interessiert: eine Zahl aus Ihrem Alltag, eine Beobachtung aus Ihrer Branche, ein Projekt mit Bezug zur Stadt.
Eigene Inhalte, die zitiert werden. Eine Seite, die eine Frage besser beantwortet als alle anderen, wird verlinkt, ohne dass Sie fragen müssen. Das dauert, aber es ist der Teil, der von allein weiterläuft.
Bewertungen. Keine Links, aber Offpage-Signale, die Google für lokale Betriebe wertet. Echte Bewertungen von echten Kunden, beantwortet, auch die schlechten.
Erwähnungen ohne Link. Google erkennt Ihren Firmennamen auch ohne Link. Wer in Fachforen, in Branchengruppen oder in Podcasts genannt wird, baut Vertrauen auf.
Was ich nicht mache
- Keine gekauften Links. Weder aus Netzwerken noch von „Linkbuilding- Agenturen", die Gastbeiträge auf Seiten platzieren, die nur dafür existieren. Das Risiko einer manuellen Maßnahme trägt Ihre Domain, nicht der Verkäufer.
- Kein Linktausch in Masse. „Ich verlinke dich, du verlinkst mich" steht in Googles Richtlinien als Verstoß.
- Keine Kommentare und Forenlinks in Masse. Sie bringen nichts und sehen aus wie Spam, weil sie es sind.
- Kein Disavow als Routine. Das Disavow-Werkzeug ist für den Fall gedacht, dass eine manuelle Maßnahme wegen Links vorliegt oder Sie wissen, dass gekaufte Links existieren. Vorbeugend genutzt entwertet es oft echte Links.
So gehe ich vor
1. Linkprofil prüfen. Welche Seiten verlinken heute auf Sie, mit welchen Texten, aus welchen Ländern, seit wann. Auffällig sind plötzliche Sprünge, viele Links mit demselben Text, Links von Seiten ohne Bezug zu Ihrer Branche. Daraus ergibt sich, ob Altlasten vorhanden sind, etwa von einer früheren Agentur.
2. Bestandsaufnahme der echten Möglichkeiten. Ich frage: Welche Partner, Lieferanten, Verbände, Kunden gibt es? Wo sind Sie Mitglied? Wer hat schon über Sie berichtet? Daraus wird eine Liste von Erwähnungen, die realistisch sind.
3. Grundlagen legen. Verzeichnisse mit identischen Angaben, Unternehmensprofil, Verbandsseiten. Das ist Fleißarbeit, sie ist in wenigen Wochen erledigt.
4. Anlässe schaffen. Inhalte, die zitiert werden können, und Themen für regionale Medien. Das ist der langsame Teil, und er läuft nur, wenn Sie mitmachen: Sie wissen, was in Ihrer Branche gerade passiert, ich mache daraus etwas, das man verlinken will.
5. Beobachten. Neue Links und Erwähnungen in der Search Console und in Bing Webmaster Tools, monatlich, mit kurzem Bericht.
Beispiel aus der Praxis
Ein Werbetechniker hatte über Jahre keine externen Erwähnungen außer dem eigenen Unternehmensprofil. Die realistischen Quellen lagen auf der Hand: der Hersteller, dessen Systeme er verbaut, die Handwerkskammer, zwei Kunden mit eigenen Webseiten, die ihre neue Anlage gern zeigten. Vier Erwähnungen in drei Monaten, alle echt, keine gekauft. Der Name steht hier, sobald der Kunde zustimmt.
Fragen und Antworten
Wie viele Links brauche ich? Es gibt keine Zahl. Ein Link von der Handwerkskammer ist mehr wert als hundert aus Verzeichnissen ohne Prüfung. Die Frage ist nicht „wie viele", sondern „von wem".
Was ist mit Links, die eine frühere Agentur gekauft hat? Prüfen, wenn möglich entfernen lassen, und nur bei einer manuellen Maßnahme oder klarem Wissen über gekaufte Links das Disavow-Werkzeug nutzen. Ich sehe mir das im Linkprofil an.
Bringen Social-Media-Links etwas? Direkt kaum, die meisten sind als nofollow gekennzeichnet. Indirekt ja, wenn dort Leute auf Ihre Inhalte stoßen und sie später verlinken.
Was kostet Linkaufbau? Nichts, was in Links gemessen wird. Ich rechne nach Aufwand: Linkprofil-Prüfung, Verzeichniseinträge, Inhalte, Ansprache. Sie sehen vorher, was ich tue.
Muss ich mitarbeiten? Ja. Die echten Erwähnungen kommen aus Ihrem Umfeld, und das kenne ich nicht so gut wie Sie. Ich brauche eine Stunde mit Ihnen, um die Liste aufzustellen.
Nächster Schritt
Schicken Sie mir die Adresse Ihrer Seite. Ich sehe mir das Linkprofil an und sage Ihnen, ob Altlasten vorhanden sind und wo die ersten echten Erwähnungen herkommen können.